Whey in vergelijking: concentraat, isolaat of heldere whey?
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Du stehst vor dem Proteinregal und siehst dasselbe Molkenprotein gleich dreimal: als Konzentrat, als Isolat und seit ein paar Jahren auch als Clear Whey. Alle drei stammen aus demselben Rohstoff und unterscheiden sich vor allem darin, wie weit sie gefiltert wurden. Was das für Proteingehalt, Milchzucker, Konsistenz und Preis bedeutet, sortieren wir hier in Ruhe auseinander – damit du am Ende weißt, welche Variante zu dir passt.
Woher Whey überhaupt kommt
Molke fällt bei der Käseherstellung an. Aus ihr werden die Proteine per Membranfiltration herausgetrennt und anschließend sprühgetrocknet – so beschreibt es eine Übersichtsarbeit von Seema Patel im Journal of Food Science and Technology (2015). Der Rohstoffeinsatz dahinter ist beträchtlich: Die Verbraucherzentrale gibt an, dass für ein Kilogramm Molkenprotein etwa 200 Liter Milch nötig sind.
Wie oft und wie fein gefiltert wird, entscheidet über das Endprodukt: Konzentrat durchläuft die Filtration weniger konsequent und enthält deshalb noch Fett und Milchzucker, Isolat wird stärker aufgereinigt. Und falls du dich fragst, ob Whey grundsätzlich mehr kann als andere Proteinquellen: Quarks ordnet ein, dass Molkenprotein wegen seiner höheren biologischen Wertigkeit im Körper etwas besser umgesetzt wird als andere Proteinquellen, dieser Unterschied für die meisten Menschen aber wenig relevant sei.
Whey-Konzentrat: der Standard im Regal
Whey-Konzentrat liegt laut Verbraucherzentrale bei einem Proteinanteil von 70 bis 80 Prozent. Der Rest verteilt sich auf Milchzucker, Fett und Mineralstoffe – genau die Bestandteile, die deinem Shake die cremige, milchige Konsistenz geben. Weil die Aufbereitung weniger Schritte umfasst, liegt der Preis pro Portion in dieser Gruppe üblicherweise am niedrigsten; angeboten werden Konzentrate zudem häufig in großen Gebinden.
Für den Trainingsalltag ist das eine unauffällige Variante: ein Pulver, das du in Milch oder Wasser rührst, kalt trinkst und das in der Nährwerttabelle keine Überraschungen bereithält.

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Zum Whey-Konzentrat →Whey-Isolat: stärker gefiltert
Isolat durchläuft zusätzliche Filtrationsschritte. Die Verbraucherzentrale nennt für Whey-Isolat einen Proteinanteil von 90 bis 95 Prozent bei entsprechend geringerem Laktose- und Fettanteil; Patel (2015) beziffert Isolat ebenfalls mit rund 90 Prozent Protein und beschreibt den Weg über Ultrafiltration, Eindampfen und Sprühtrocknung.
Praktisch heißt das für dich: mehr Protein pro 100 Gramm Pulver und weniger Begleitstoffe. Willst du Milchzucker in der Ernährung gering halten, schau in die Nährwerttabelle statt auf die Packungsvorderseite – als „laktosefrei“ darf ein Lebensmittel laut Verbraucherzentrale erst ausgelobt werden, wenn es weniger als 0,1 Gramm Laktose pro 100 Gramm enthält, und diese Schwelle erreicht nicht jedes Isolat automatisch. Der Aufwand der Aufreinigung schlägt sich im Preis nieder, der über dem von Konzentraten liegt.

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